TWINSTAR Nano – Wunderwaffe gegen Algen?!

Twinstar Nano – derzeit in aller Munde, wenn es um die Vorbeugung und Beseitigung  von Algen geht. TWINSTAR Europe hat mir netterweise den TWINSTAR Nano zur Verfügung gestellt. Hier lest Ihr eine Einführung, technische Erklärungen, meinen ersten Eindruck, ein Unboxing- und Installationsvideo und den geplanten Einsatz des Twinstar Nanos.

Twinstar/Twinstar Nano – was ist das?

Twinstar Nano Diffusor

Twinstar Nano im Aquarium – klein aber oho!

Zuerst einige allgemeine Informationen zu den Twinstar Geräten. Alle Geräte kommen in Weiß daher, stylish und stören optisch nicht mehr als ein normaler CO2-Diffusor.

Sie bestehen aus der runden Elektrode, der Steuereinheit und allen Verbindungs- und Stromkabeln (alle nötigen Saugnäpfe sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Für Euch nochmal veranschaulicht auf einem Foto dargestellt:

Twinstar Nano Lieferumfang

Hier zu sehen ist der Lieferumfang des Twinstar Nano (auf alle Geräte übertragbar!)

Die technische bzw. chemische Funktionsweise des Twinstar Nano ist natürlich auch auf die anderen Geräte der Twinstar-Reihe übertragbar! Alle Twinstars werden als eine Art Sterilisatoren bezeichnet.

Der Twinstar funktioniert per Elektrolyse – d.h. dass grobgesagt dünne Metallplatten unter Strom gesetzt werden und dadurch chemische Reaktionen ablaufen, die das Sauerstoff-Radikal Hydroxyl entstehen lassen. Keime und Algensporen können durch diese entstandenen Hydroxyl-Radikale absterben – deren Zellwände werden zerstört. Der Twinstar stößt – je nach Einstellung am Steuergerät – in bestimmten Abständen feinste Blässchen aus, die sich dann fein im ganzen Aquascape verteilen und so kann die Hydroxyl-Radikale-Wolke im Wasser schwebende Keime und Algen abtöten. Einige sprechen in diesem Zusammenhang auch von Sterilisatoren!

Twinstar Nano Hydroxil Wolke

Twinstar Nano: so sieht es aus, wenn der Algorythmus das Gerät selbstständig startet

Nützliche Bakterien im Bodengrund und im Filter werden nicht negativ beeinflusst. Das liegt daran, dass die freigesetzen Radikale nur wenige Bruchteile einer Sekunde bestehen und somit nicht in den Boden gelangen und den nützlichen Bakterien in Filter und Bodengrund nichts anhaben können.

Folgende Hauptvorteile bieten die Twinstar-Geräte

  • Erhöhung des Redoxpotentials.
  • Entfernung des Gelbstiches und dadurch deutlich klareres Wasser.
  • Beschleunigung des Stickstoffkreislaufes durch schnellere Veratmung des fischgiftigen Stoffes Nitrit zu Nitrat. Letzteres wird wiederum von den Wasserpflanzen als Nährstoff aufgenommen und unterstützt deren Wachstum.
  • Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff und dadurch vitalere Bewohner
  • Wie funktioniert der Twinstar Nano?

Algenfrei durch den Twinstar Nano und Twinstar Mini

Der Twinstar wird zum Großteil bisher von Aquascapern zur Algenprävention bzw. -minimierung in frisch eingerichteten Aquarien eingesetzt. Algen auf Pflanzen und auf dem Hardscape sollen erfolgreich verhindert werden – ebenso auch die Algen an den Aquarienscheiben und in den meist transparenten Schläuchen sollen deutlich reduziert auftreten.

Neben der Reduzierung des Algenwuchses, sollen die Produkte Mini und Nano der Twinstar-Reihe auch für einen verbesserten Pflanzenwuchs und klareres Wasser sorgen (klar, wenn Algensporen und Keime beim Kontakt mit den Hydroxyl-Radikalen abgetötet werden). Gerade bei neu eingerichteten Aquarien soll sich so eine anfängliche Algenplage verhindern lassen. In alteingefahrenen und veralgten Becken darf man wohl keine Wunder erwarten, aber genau das teste ich gerade in meinem veralgtem Glasgarten.

Twinstar Nano Einstellungen

Der Twinstar lässt sich kinderleicht per Knopfdruck an die Aquariengröße anpassen.

Man hat zwei Einstellungen zur Auswahl: M1 ist für Aquarien mit 60 – 90 Litern geeignet und die Einstellung M2 ist für Becken von 180 – 240 Liter vorgesehen. Diese Einstellungen des Twinstar Nanos lassen sich ganz easy über die Steuereinheit, welche außerhalb des Aquariums mit Saugnäpfen befestigt wird, auswählen. Siehe dazu auch den Teil im unten folgendem Video!

Stabile Garnelenbecken mit dem Twinstar Shrimp

Die positiven Effekte, die oben schon angesprochen wurden und die für alle Twinstar gelten, zählen auch für den Twinstar Shrimp , der speziell für die Zucht von Hochzuchtgarnelen entwickelt wurde.

Twinstar Shrimp

Der Twinstar Shrimp wird von japanischen Züchtern schon erfolgreich in der Garnelenzucht eingesetzt!

Auch hier soll sich der in der Steuereinheit gespeicherte Algorithmus den Aquariengegenheiten anpassen und so entsprechend häufig die Hydroxyl-Radikale als Wolke an das Wasser abgeben. Die sessilen Bakterien im Bodengrund und im Filter werden nicht abgetötet. Lediglich der Keimdruck im freien Wasser wird gesenkt und die Pflanzen sollen auch deutlich besser wachsen, was wiederrum auch für ein verbessertes Gleichgewicht in den Garnelenaquarien sorgt.

Ohne Fischkrankheiten durch den Twinstar Mini und Twinstar Mini S

Der Twinstar Mini und der Twinstar S sollen bei internationalen Fischzüchtern eingesetzt werden, um Pathogene (krankmachende Keime/Organismen) abzutöten, bzw. in einem zu vernachlässigendem Maße einzudämmen. Durch eine niedrigere Keimbelastung im Wasser durch die Sterilisation durch die Hydroxyl-Wolke soll es zu deutlich weniger Fischkrankheiten und -infektionen kommen.

Twinstar Super S und Twinstar Mini erzeugen klares Wasser

Klares Wasser durch den Twinstar Super S und Twinstar Mini

Das Funktionsprinzip ist das selbe, wie oben bereits beim Twinstar Nano beschrieben. Im Gegensatz zu UV-Sterilisatoren soll die vergleichbare Leistung nach Monaten noch fortgesetzt werden.

Wer sich mit dem Twinstar noch nicht ausreichend vertraut fühlt, befolgt einfach den Start-Guide auf der Twinstar Europe-Seite!

Entsteht Ozon durch den Twinstar?

Es kamen Gerüchte auf, dass der Twinstar, der ähnlich technisch funktioniert, wie Ozonisatoren, ebenfalls Ozon produziert. Dem ist nicht so. Es entsteht das unschädliche Sauerstoff-Radikal Hydroxyl, welches die Algensporen und Keimzellen im Freiwasser durch direkte Reaktion platzen lässt.

Mein vorzeitiges Fazit zum Twinstar Nano:

Meiner Meinung nach ist das ein gut durchdachtes und ausgereiftes Gerät. Parallelversuche, bei denen zwei Aquarien mit gleichem Setup gestartet und dann nur eins davon mit einem Twinstar ausgestattet wurden, haben die Wirkung der Twinstargeräte deutlich gemacht und ich werde nun gespannt mein 60cm Glasgarten beobachten, ob die „alten“ Algen sich auch zurückdrängen lassen. Bisher kann ich eine deutliche Reduzierung der Algen an den Scheiben erkennen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich ungeklärte Garnelensterben mit einem Twinstar Shrimp deutlich reduzieren lassen. Aber so einer steht mir derzeit noch nicht zur Verfügung.

Zu guter letzt möchte ich Euch noch mein kurzes Twinstar-Video ans Herz legen:

Danke an dieser Stelle für den Twinstar Nano zum Testen an Twinstar Europe!

So und nun hinterlasst doch gerne mal Eure Erfahrungen mit dem Gerät in den Kommentaren!

Ich bin gespannt! Mittlerweile habe ich auch schon den ersten Post über meine Erfahrungen zum Twinstar Nano verfasst!


MfG Timo

Letzte Aktualisierung am 15.12.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

9 Gedanken zu „TWINSTAR Nano – Wunderwaffe gegen Algen?!

  1. Pingback: Twinstar Nano Erfahrungen: Aquascaping Update 60cm Glasgarten Juli 2014 | Der Aquascaping Blog – Aquascapia

  2. Frank Abele

    Hallo Timo mich würde dein endgültiges Ergebniss interessieren. Habe bei meinem 3monate alten Becken stark mit fadenalgen zu kämpfen und werde sie einfach nicht mehr los . Meine letzte Hoffnung ist nun der twinstar. Ich hoffe du kannst mir noch ein paar infos hierzu per email zukommen lassen.

    Beste grüße

    1. Timo Artikelautor

      Hi Frank,
      also gerade Fadenalgen lassen sich auch gut durch konsequentes Absammeln und großzügige Wasserwechsel killen. Auch der Einsatz von Easy Carbo
      kann abhilfe schaffen. Und sonst kannst du den letzten Stand meines Aquascapes hier sehen: Letztzer Stand
      Und sonst kommt demnächst wohl der letzte Post zu dem Aquarium, weil ich es neu einrichten möchte – und das nicht, weil die Algen gewonnen haben ;)
      Ich wünsche dir viel Erfolg beim Kampf gegen die Algen!
      Gruß Timo

  3. Joachim

    Hallo,

    ich habe den Twinstar Mini letzte Woche beim Kollegen im Einsatz gesehen und er war vollkommen zu frieden. Die leichten Scheibenverunreinigungen sind fast vollkommen weg und die Standzeiten aus rein äußerlichen Gesichtspunkten haben sich deutlich verlängert.

    Meiner Meinung nach, wenn man sich einmal an die Größe des Geräts gewöhnt hat dann bringt es nur Vorzüge.

    Gruß

    1. Timo Artikelautor

      Hi Joachim,

      hast du denn auch vor, dir einen Twinstar zuzulegen?
      Die Größe des Geräts ist jetzt nicht unbedingt so riesig – viel größer, als ein CO2-Diffusor ist das Ding ja nicht :)

      Ich mag ja solche Technik :D

      Eine schöne Adventszeit,
      Gruß
      Timo

  4. Robert

    Hallo Timo; was passiert mit denn mit den Algen wenn die Zellwände zerstört wurden? Bleibt von den Algen nichts mehr über?

    1. Timo Artikelautor

      Hi Robert,
      wissenschaftlich kann ich Dir dazu leider nicht antworten. Aber normalerweise werden Reste von abgestorbenen Pflanzen oder eben Algen von Fischen, Schnecken, Garnelen und eben Mikroorganismen als leckere Nahrung empfunden.
      Grobe Reste werden angefressen und nach und nach zersetzt.
      Mittlerweile gibt es die 2. Generation an Twinstars. Der Twinstar Nano Plus bspw. ist für eine vielzahl an Aquariengrößen gedacht: http://amzn.to/2e4LMLD
      Wenn Du noch Fragen hast, immer her damit!
      Gruß Timo

  5. Lothar

    Hallo,
    finde nirgend twin Star für oder ab 450/500Liter und was kosten die Ersatzpads oder elektroden?
    Danke & LG

    1. Timo Artikelautor

      Hi Lothar,
      soweit ich weiß, müsstest du für so ein großes Becken einfach zwei Twinstar kaufen. So ist eine optimale „Nebelverteilung“ im Aquarium auch gewährleistet!
      Schöne Grüße
      Timo

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