DIY Wabi Kusa

Hallo Leute, ich bins mal wieder.
Gestern durfte ich einen guten Bekannten besuchen, und zwar Tobias Höffel von Aqua TH , er ist selbstgelernter Experte für Wabi Kusas, wie in seinem Blog schön zu sehen ist. Mit ihm habe ich gestern Soil kneten dürfen, um diese Kugeln später zu bepflanzen.

Zunächst haben wir aber noch coole Pflanzen besorgt, die wir verwenden wollten.

Pflanzen für Wabikusa

Emers gezogene Pflanzen eignen sich hervorragend für Wabi Kusas

Dann ging es ans Kneten. Hierbei sind Gummihandschuhe sehr hilfreich wenn man keine rabenschwarzen Hände davon tragen will. Desweiteren behalten die Soil-Kugeln besser die Form, wenn man sie mit Nylonstrümpfen einpackt. Durch diese steckt man dann die Pflanzenstängel einfach durch.

Wabi Kusa – was braucht man

Um schnell auch dein eigenes Wabi-Kusa zu erstellen, braucht ihr folgendes Zubehör:

 

Boden für Wabikusa

Zu einer Kugel geformtes Soil dient als Boden für das Wabi- Kusa

Schließlich kamen die Pflanzen drauf, in diesem Fall verschiedene Stängelpflanzen, welche zum Teil schon von Tobi in emerser Form vorrätig waren. Das ist sehr nützlich, da sie sich nicht mehr umgewöhnen müssen.

Nun noch einmal alle drei Wabis die ich für mich gemacht habe:
Auf dem ersten habe ich etwas Sand verteilt und versuche nun ein kleines Moospolster zu kultivieren, aus dem dann die Cryptocoryne x purpurea wachsen kann.
Auch hier habe ich noch etwas Rotala gepflanzt.

Waldmoos im Wabikusa

Waldmoos im Wabikusa

Hier habe ich auch ein wenig experimentiert, und zwar habe ich neben der Ludwigia arcuata ein kleines, sternförmiges Waldmoos verwendet… mal sehen ob es klappt.

Ludwigia accurata Wabikusa

Als roter Farbtupfer kam die Ludwigia accurata zum Einsatz

Zuletzt noch ein letztes Mal das erste Wabi Kusa mit Rotala sp. ‚green‘ , Hygrophilia pinnatifida und ein paar kleinen Trieben Rotala sp. ‚Enie‘, welche sehr schöne, filigrane Blättchen bildet.

Rotala sp green Wabikusa

Rotala sp ‚green‘ , Hygrophilia pinnatifida und Rotala sp. ‚Enie‘ kamen hier zum Einsatz

Ich hoffe, euch hat der kleine Bericht gefallen und ich werde nun mal gucken wie sie sich entwickeln und euch auf dem Laufenden halten!
Außerdem wollte ich mich noch einmal bei Tobi Höffel bedanken, es war ein cooler und lehrreicher Tag ;)

Hier wurde übrigens folgender Soil verwendet, welcher über lange Zeit wenig zusätzliche Düngung benötigt:

ADA Aqua Soil – Amazonia

Liebe Grüße
Frederic

Mittlerweile existiert ein weiterer mehrteiliger Wabi-Kusa-Guide hier auf aquascapia.de

5 Gedanken zu „DIY Wabi Kusa

  1. Pingback: GAPLC 2014 – who is the best european Aquascaper? | Aquascapia – Der Aquascaping Blog

  2. Thomas Paschedag

    Hallo und guten Tag,
    habe mit Interesse den Bericht durchgelesen. Dabei sind meinerseits einige Fragen aufgetaucht. Ist als Substrat auch Bonsaierde( Doppelbrand) geeignet, wenn diese mit Nährstoffen gesättigt ist? Wenn die Pflanzen angewachsen sind, wie sieht es dann mit der weiteren Pflege aus ? Meine damit folgendes: Das Wabi Kusa ist soweit fertig. Die für die Emerse Umstellung verwendete Folie ist entfernt. Die Glasschale ist nun offen. Was muss beachtet werden, außer dem täglichen besprühen mit Wasser ? Nährstoffzugabe, Standort , Beleuchtung (LED?), Pflege usw.
    Hoffe, dass ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe, bin totaler Neuling in Sachen WABI-KUSA.

    mfg Thomas Paschedag

    1. Timo Artikelautor

      Hi Thomas,
      danke für deine ausführliche Anfrage!

      Wenn du das Wabi-Kusa lediglich für die Fensterbank oder als „Wohnzimmer-Deko“ erstellst, ist es fast egal, auf welchen Bodengrund du zurückgreifst. Gerade auch Akadama – ebenfalls auch ein Bonsaisubstrat gilt unter Garnelenhaltern als gern genutzter Bodengrund. Deswegen würde ich schon sagen, dass du Bonsaierde auch als Grundlage für dein erstes Wabi-Kusa nehmen kannst – solange es nur für die Fensterbank oder als „Wohnzimmer-Deko“ vorgesehen ist.
      Ich gehe so deutlich auf „Fensterbank/Wohnzimmer-Deko“ ein, weil es auch Aquascaper gibt, die sich Wabi-Kusas aus verschiedenen Pflanzen zusammenstellen, um später ein Aquarium sehr schnell damit einrichten zu können. Hier wäre es sicherlich nicht angebracht unüberlegt irgendwelchen Bodengrund zu nutzen.
      Zur Pflege des Wabi-Kusas ohne Folie: tägliches Besprühen ist bei einigen Pflanzen gar nicht notwenig – da muss man sich herantasten. Beleuchtet sollte allerdings von anfang an werden. Ich habe den Fehler gemacht und habe in der Phase, in der die Folie das Wabi-Kusa noch abdeckte, gar nicht beleuchtet, was dazu führte, dass einige Pflanzen abstarben… Als ich dann die kleine LED vom schwedischen Möbelriesen als Leuchte nahm, ging es mit dem Wachstum erst los. Mein Bodengrund war ADA Aquasoil Amazonia, der viele Nährstoffe beinhaltet, sodass ich mir um die Düngung erstmal keine Gedanken machen brauche.
      Wer trotzdem düngen will, nutzt den speziellen ADA Wabi-Kusa-Dünger: ADA Do!aqua be bright.
      Ich hoffe, ich konnte soweit weiterhelfen :) Wenn es dich nicht stört, mache ich evtl. bald mal unter anderem aus deinen Fragen eine Art Wabi-Kusa FAQ :)
      Gruß Timo

      1. Thomas Paschedag

        Hallo Timo,
        danke für die ausführliche Antwort. Habe mich für Akadama Doppel Brand entschieden. Bevor ich mit meinem ersten WabiKusa beginne, werde ich der Akadama-Erde, Nährstoffe zufügen, sozusagen Impfen. Die Akadama-Erde hat eine Nährstoff speichernde Funktion . Mit der Akadama Erde habe ich bei meinem 300 Liter Aquascaping-Becken, hier bezüglich sehr gute Erfahrungen gemacht. Eine Frage ist noch aufgetaucht: Ist es vorteilhaft bei der Formung von Pflanz-Kugeln eine gewisse Menge Kokosnussfasern und Lava-Granulat beizugeben ? Wegen der Stabilität und Festigkeit. Eine FAQ ist eine sehr gute Idee.

        Thomas

        1. Timo Artikelautor

          Hi Thomas,
          freut mich, dass dir meine Antwort weitergeholfen hat!
          Zu deiner Frage: Also ich habe bis auf ADA Aquasoil nichts weiter als Grundstoff verwendet. Ich kann mir sogar vorstellen, dass durch Kokosfasern der Soilklumpen zerbrechlicher wird.

          Schaden kann es den Pflanzen aber wohl eher nicht ;)
          Gruß Timo

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