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Glasgarten-Layout endlich mit Wasser befüllt – Layout filled up finally

Moin,
genau 13 Tage ist es nun her, dass ich das Glasgarten-Layout per Dry-Start-Methode gestartet habe. Jeden Tag habe ich mindestens einmal Wasser großzügig überall im Becken gesprüht, um ein Vertrocknen der Wasserpflanzen zu vermeiden (im Sommer wäre das hier sicher echt schwierig geworden). Gestern habe ich dann noch zwei Pflanzen gesetzt und das Becken mit Wasser gefüllt.

Oben seht Ihr das Becken, noch ohne Wasser, aber schon mit den meisten Pflanzen.
Jetzt bekommt ihr erst einmal noch ein paar Fotos der Pflanzen, die nun über eine Woche per Dry-Start auf das Wasser warten mussten.

Der Großteil der Bepflanzung besteht aus Cryptocorine parva, die ich, wie es eben so üblich ist, in den Bodengrund um die Lavasteine herum eingesetzt habe.

Das ein oder andere Pflänzchen der Parva musste es sich auch auf den Steinen gemütlich machen:

Weiter geht es dann mit der Hygrophila pinnatifida, die ebenfalls zum Großteil klassisch im Bodengrund Platz findet. Aber eben auch wieder auf den Lavasteinen:

Weiter gehts mit der sporadisch eingesetzten Anubias nana petite/bonsai:

Kurz vorm Wasser einlassen, habe ich dann noch die Ammania sp. bonsai aus ihrer Invitro-Verpackung befreit und an einigen Stellen im Glasgarten verteilt. Eine richtig schöne, recht neue Pflanze (ideal auch für Nanoaquarien).

Das Auspacken ergab dann eine süße Portion, die nach Auswaschen des Nährgels sich doch als sehr ergiebig entpuppte. Ich bin mal auf die Richtigkeit der Verpackungsaussage gespannt, die sagt, dass die Pflanze in 30 Tagen 15cm groß ist. Bisher konnte ich schon ein paar Millimeter beobachten!

Um unnötiges Aufwirbeln des ADA Aquasoils Amazonia Multitype, mit dem das Aquarium eingerichtet wurde, zu vermeiden, habe ich Zeitungspapier ausgelegt – wobei ich das nächste Mal wohl wieder normales Küchenpapier nehme.

Hier auch gleich das bereits gefüllte Becken – wenn auch noch leicht trüb:

Und nun auch noch eine kleine Szene aus dem Aquascape:

Weiter geht es mit einem Foto des Edelstahlauslasses, welcher eigentlich ein …….. war (na, wer kommt drauf?)

Und nun ein letztes Foto, welches drei oder vier Tage nach Befüllen des Aquariums entstand.

Und, was sagt Ihr zum Layout? Ich denke, die meisten erfahrenen Aquascaper können sich gut vorstellen, wie der Vordergrund irgendwann schön mit der Cryptocorine parva, Fissidens fontanus und Riccardia sp. gefüllt ist.
MfG Timo

Fissidens und Riccardia ohne Hilfsmittel pflanzen

Moin, ich habe ja letztens meinen Glasgarten nach der Einrichtung mit der Dry-Start-Methode (DSM) aufgesetzt.

Ein Grund für mich, die DSM durchzuführen war der Einsatz von Fissidens bzw. Riccardia charmedryfolia. Dieses mal sollten die beiden Moosarten (oder sind es nun eigentlich Farne?) OHNE jegliche Schnüre, Sekundenkleber, Haarnetzen oder sonstige zweckfremde Dinge im Aquascape integriert werden.

Ich bin durch folgenden Forumsbeitrag auf diese Art, Fissidens und vergleichbare Pflanzen/Moose zu pflanzen, gestoßen: Fiss mini mountain auf Aquascapingworld.comIch hatte dieses mal vor, an einigen Stellen auf den Lavasteinen Moose zu platzieren. Es sollte in pflegeleichtes Aquascape bleiben, sodass stark wuchernde Moose, wie bspw. Javamoos ausschieden. Kleine Polster und vielleicht auch so eine nette Bodenbegrünung sollten sie bilde. Nach einigem Hin-und-Her-Überlegen, fiel die Entscheidung auf Fissidens fontanus und Riccardia charmedryfolia, welche beide kontrollierbar und langsam-wachsend sind.
Auf der Aquascapia-Facebookseite hatte ich bereits oben genannten Link mit einer von mir kurz zusammengefassten deutschen Übersetzung gepostet:

Wie man Fissidens sehr praktisch pflanzt:

  1. trockenes oder nasses Fissidens zerkleinern
  2. auf die gewünschten Stellen des Hardscapes bzw. Bodengrund aufbringen
  3. optimalerweise eine Woche lang gut befeuchten und das Becken noch unbefüllt luftdicht verschließen
  4. Becken befüllen und freuen:)

Ich habe im aktuellen Falle das Fissidens feucht im Becken verteilt, man kann es aber auch so, wie im Ursprungslink von Aquascapingworld.com getrocknet im Becken verteilen. So lassen sich die Moossporen wohl leichter und gleichmäßiger verteilen. In meinem Fall wollte ich das Aquarium in meinem Urlaub zumindest bepflanzt haben und konnte das Moos somit zeitlich nicht trocknen.

Auf den Lavasteinen habe ich die beiden Moosarten
richtig in die Poren der Steine eingerieben

Zwischendurch immer wieder gut befeuchten und ggf. erneut an die Steine oder Bodengrundstelle andrücken. Auf folgendem Foto sieht man, dass ich nicht den kompletten Stein mit dem zerkleinerten Moos bestrichen habe, um nur stellenweise Moospolster sich bilden zu lassen:

Ich bin gespannt, wie gut sich das Moos im zerquetschem Zustand erholt und schöne Büschel ausbildet. Das war also der Grund, weshalb ich nun ein bis zwei Wochen die Dry-Start-Methode verwende. Ihr werdet natürlich auf dem Laufenden gehalten!
So, noch Fragen?:P
MfG Timo

Dry Start Methode

Moin,
im Post, in dem ich die Bepflanzung des Aquascapes im Glasgarten beschrieben habe, hatte ich versprochen, eine kurze Anleitung zur Dry Start Methode (DSM) zu geben.
Ich möchte hier darauf hinweisen, dass ich nicht der „Erfinder“ der Methode bin, sondern Euch nur näherbringen möchte, wie ich vorgehe!

Hier sollte ein tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit herrschen

Kurzanleitung zur Dry Start Methode (so, wie ich es mache):

  • es bietet sich an, das Hardscape vor dem Befeuchten zu setzen, da es sonst im nassen Zustand an den Einrichtungsmaterial (Holz oder Steinen) „kleben“ bleibt
  • Bodengrund zu allererst richtig gut befeuchten (das Wasser kann auch ca. 1cm über dem Soil stehen)
  • mit Hilfe eines Wassersprühers werden auch die Steine oder Wurzeln gut mit Wasser benetzt
  • Mit dem Bepflanzen kann nun begonnen werden
  • zwischendurch immer wieder die gesetzten Pflanzen mit Wasser besprühen (bei längeren Pflanzpausen am besten mit nassem Küchenpapier o.ä. abdecken)
  • am Ende das Aquarium mit Frischhaltefolie (oder eine recht dichten Abdeckung) abdichten, sodass sich ein schönes feuchtes Tropenklima im Aquarium bilden kann
  • so lasse ich persönlich das Aquarium eine bis zwei Wochen stehen – wohl gemerkt ohne Wasser (die Beleuchtung lasse ich allerdings über die zwei Wochen normal laufen!)
  • wenn möglich, werden die Pflanzen täglich besprüht
  • Dann kann Wasser ins Aquarium gefüllt und die Einfahrzeit begonnen werden
  • Ein Animpfen des neu aufgesetzen Aquariums mit „frischem“ Filtermulm aus anderen laufenden Aquarien beschleunigt die Einfahrzeit bekanntlich!

Jeder, der sich für die DSM entscheidet, sollte sich an folgenden Anblick gewöhnen;)

Ein Blick von oben ins Aquarium:
Die Frischhaltefolie dichtet sozusagen das Aquarium nach oben ab;
hier zu sehen eine Murmel, die gewährleistet, dass Kondenswasser am
tiefsten Punkt der Folie abtropft.

Vorteile und Nachteile der Dry Start Methode

VorteileNachteile
Algenfreie AnwuchsphaseNicht schön anzusehen
Möglichkeit, Moose nur aufzulegen
(mehr dazu hier )
Schimmelgefahr auf Wurzeln oder Pflanzen (dann für leichte Belüftung sorgen)
Interessante Methode, ein Aquarium aufzusetzenVerzögert Einfahren und Besatz des Aquariums

Fazit zur Dry Start Methode

Letztendlich muss jeder wissen, wie er am liebsten ein Aquarium einfährt. In meinem aktuellen Falle, kommt nur diese Methode in Frage, da ich gerne ohne jegliche Hilfsmittel (Schnur, Haarnetze usw. Moos auf Steine und den Bodengrund aufbringen wollte). Mehr dazu findet ihr im Artikel, in dem ich versuche, Fissidens fontanus und Riccardia charmedifolia so im Aquarium zu integrieren!

Falls noch Fragen sind, postet diese doch bitte einfach als Kommentar! Einen Link, den ich Euch ans Herz legen möchte, durch den ich damals wohl auch drauf gebracht wurde: FLOWGROW ;)
MfG Timo